Club der Enttäuschten
»Nichts passt, nie passt was in diesem Scheißleben.
So ein Scheißladen! Schreib ich ARSCH rein, hat auch fünf Buchstaben.«
von F e l i c i a Z e l l e r
Österreichische Erstaufführung
Beschreibung:
»Na klar sind wir die Verlierer, aber eigentlich sind wir nur die Spielverderber, die miesepetrig Enttäuschten. Blöde Bruddler, Weicheier, Idioten. Der Kapitalismus ist für alle da Schönheit und Spa nimm's leicht, und wer es nicht schafft, wer es nicht schafft, ist selber selber «
Felicia Zeller, die bereits mit Bier für Frauen in Deutschland und Österreich für durchschlagenden Erfolg erzielen konnte, schildert in ihrem detail- und facettenreich recherchierten Stück mit viel Witz und Humor die oftmals verzweifelten, vielfach auch absurden Versuche der ProtagonistInnen, sich dem Problem der Arbeitslosigkeit, Sinnfragen und letztlich auch der je eigenen Lebenssituation zu stellen.
Sieben Personen werden vom Arbeitsmarktservice in eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gesteckt. Unterschiedliche Lebenswege kreuzen sich: Woher kommen sie, wohin wollen sie, wie gehen sie mit dieser Situation um, auf welche Weise versuchen sie, diesem Zustand zu entkommen, ihr Arbeits- und Lebenslage zu leugnen oder dieser mit euphorischen Slogans wie »Es geht vorwärts, wenn es nur richtig anpackt« zu entfliehen? Sieben Möglichkeiten, sich mit Fragen weltweiter »Arbeitskraftvermarktungsstrategien« und deren Phrasen auseinanderzusetzen, aber auch Utopien entgegenzusetzen oder sich schlichtweg dem Druck der Arbeitswelt auf die eine oder andere sehr persönliche Weise zumindest für Momente zu entziehen. Dabei entstehen Situationen von nahezu grotesker Komik, in denen jedoch immer die Tragik und die politische Tragweite globaler Überwachungs- und Reglementierungsversuche herauszuspüren sind.
Bei Club der Enttäuschten arbeitet urtheater erstmals gemeinsam mit RedArt Münster, die bereits im Sommer 2004 mit ihrer Erfolgsproduktion "sie haben so viel Liebe gegeben, herr kinski" auch in Wien zu Gast waren.
über die Autorin:
1970 in Stuttgart geboren, arbeitet und lebt Felicia Zeller als Dramatikerin, Medienkünstlerin (Lolita F.) und Lebensberaterin (Doktor Zeller) in Berlin. 1993 erhielt sie für ihr Debüt Immer einen Hund gehabt / Plane crazy den Baden-Württembergischen Jugendtheaterautorenpreis. 1998 diplomierte sie an der Filmakademie Baden-Württemberg und gründete noch im selben Jahr das Institut der Ahnungslosen (IdA) mit Rigoletti M. 1999/2000 war Felicia Zeller Hausautorin am Stuttgarter Theater Rampe. Alle elf bislang erschienen Theaterstücke der Autorin wurden bereits auf deutschen Bühnen uraufgeführt, darunter in der Spielzeit 2001/02 Bier für Frauen am Staatstheater Mainz, Club der Enttäuschten am Stadttheater Konstanz, Vom Heinrich Hödel und seiner nassen Hand am Schauspiel Essen und Triumph der Provinz am Theaterhaus Jena. Zellers Medienprojekte, u.a. Mut der Ahnungslosen – die CD-Rom (1998), The miracle of Hull (1998), Landessexklinik Baden-Württemberg (2000) und Mit Tieren sprechen (2001), und Theaterarbeiten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Derzeit arbeitet die Autorin an einem neuen Stück mit dem Arbeitstitel Einfach nur Erfolg (UA geplant 2005 am Stadttheater Freiburg).
Weitere Preise und Stipendien: Multimediapreis der Landeshauptstadt Stuttgart, Student Award der transmediale Berlin für die CD-Rom Mut der Ahnungslosen (1999), Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg (1999/2000), Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (2001). Publikationen: immer einen hund gehabt/plane crazy; Jackenfutter; Aus dem Tagebuch eines Hallschlägers, Bier für Frauen (2001); Gespräche mit Laubhaufen über die Lethargie 2002.
Freitag, dem 1. April 2005,
findet im Anschluss an die Vorstellung eine Lesung von Felicia Zeller statt.
Die Autorin präsentiert dabei ihr neuestes Stück "Einfach nur Erfolg", das im Herbst dieses Jahres in Freiburg zur Uraufführung kommen wird, und in dem Zeller das Seelenleben eines Künstlers als kontinuierlicher »Presseveranstaltung« thematisiert: Was ist überhaupt eine öffentliche Persönlichkeit, und wie wäre es, wenn Kurt Brisbaine den Unterricht an einer deutschen Schule übernehmen würde?
| urtheater und redart in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus, Münster. |
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| Wien-Premiere |
31. März 2005, 20.00 Uhr |
| Weitere Vorstellungen |
1. bis 9. April 2005, täglich 20.00 Uhr |
| Spielort Wien |
WUK GROSSER SAAL Währinger Straße 59, 1090 Wien |
| Premiere Münster |
13. April 2005, 20.00 Uhr |
| Weitere Vorstellungen |
14. bis 17. April 2005, 20.00 Uhr |
| Spielort Münster |
Theater im Pumpenhaus
Gartenstraße 123, 48147 Münster |
| DarstellerInnen |
Henriette Konschill, Clemens Matzka,
Beate Reker,
Georg Schubert,
Helmut Schuster,
Petra Strasser,
Barbara Willensdorfer |
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| Regie: |
Gernot Plass |
| Bühne: |
Gudrun Lenk |
| Kostüme: |
Agnes Hamvas |
| Dramaturgie & Co-Regie: |
Paula Artkamp |
| Technik: |
Alex Wanko |
| Regieassistenz: |
Renate Vavera |
Produktionsleitung:
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Kartenverkauf
Tageskasse
WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien
Reservierungen von Montag bis Freitag (außer feiertags) von 10.00 bis 17.00 Uhr
Tel.: 401 21 70
E-Mail: tickets@wuk.at
Abendkasse
2 Stunden vor Vorstellungsbeginn
Kartenpreise
Normalpreis: 14 Euro
Ermäßigter Preis: 10 Euro für Personen bis zum 26. und ab dem 60. Lebensjahr, WUK-Mitglieder, Arbeitslose, Zivildiener sowie bei Klubermäßigungen
Ermäßigter Preis ab neun Personen: 9 Euro
Regiekarten: 9 Euro
Kartenpreise für Freitag, dem 1. April 2005 (Vorstellung und anschließende Autorinnenlesung)
Normalpreis: 16 Euro
Ermäßigter Preis: 12 Euro für Personen bis zum 26. und ab dem 60. Lebensjahr, WUK-Mitglieder, Arbeitslose, Zivildiener sowie bei Klubermäßigungen
Ermäßigter Preis ab neun Personen: 11 Euro
Regiekarten: 11 Euro
Kontakt
urtheater
Presse Isabelle Uhl
E-Mail isabelle.uhl@aon.at
Tel. 0676 / 404 76 60
WUK
Presse Saskia Schlichting
E-Mail saskia.schlichting@wuk.at
Tel. 01 / 401 21 36
artminutes
Produktion Angela Eder
E-Mail a.eder@artminutes.com
Tel. 0699 / 104 62 830
Die Koproduktion von urtheater (Wien), RedArt (Münster) und Theater im Pumpenhaus (Münster) wird von den Kulturämtern der Städte Wien und Münster gefördert.
Dokumente
Club der Enttäuschten-Konzept
(Word doc, 40 Kb)

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